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Projekt für Flüchtlinge gewinnt „innovatio 2013“

Das Projekt "Herzlich Willkommen im Kreis Herzogtum Lauenburg – Ankommen in Gudow" des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg gewinnt den Sozialpreis „innovatio 2013“. Die Mitarbeitenden des Projektes unterstützen seit drei Jahren Flüchtlinge und Asylsuchende in der Aufnahmestelle des Landes Schleswig-Holstein in Gudow.

Das Projekt wurde vom Fachdienst Migration und Integration des Diakonischen Werkes initiiert. Es wird von zwei Honorarkräften, aber vor allem ehrenamtlich umgesetzt und von einem breiten Netzwerk getragen. Die Mitarbeitenden des Projektes helfen den Flüchtlingen, sich in der neuen Heimat zurechtzufinden. Ziel ist, das "positive Miteinander" zwischen den Menschen unterschiedlicher Kulturen innerhalb der Gemeinschaftsunterkunft und im Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung zu fördern. Dafür werden regelmäßig Angebote und Aktionen in und außerhalb der Gemeinschaftsunterkunft für Kinder und Erwachsene initiiert und durchgeführt.
So sind Willkommenspäckchen mit mehrsprachigen Informationen und Hilfsadressen, Busfahrplänen und Spielsachen für neu ankommende Familien entwickelt worden.
Es gibt kostenfreie Deutschkurse für die Erwachsenen und Nachhilfe für die Kinder, Sommerfeste, Ausflüge, Spielnachmittage und spezielle Angebote für Mütter und Kinder.
Das Projekt wird im Rahmen des Lokalen Aktionsplanes Herzogtum Lauenburg aus Mitteln des Programms „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.
Mittlerweile ist das Projekt weit über die Dorfgrenzen bekannt.

"Gerade für Menschen, die als Fremde nach Deutschland kommen, ist Begleitung und Unterstützung ausgesprochen wichtig", betont Johannes Stockmeier, Präsident der Diakonie Deutschland. "Viele von ihnen haben Sprachprobleme und verfügen über kein eigenes soziales Netzwerk, das weiterhelfen könnte.
Beeindruckend ist das Engagement der Projektmitarbeiter und der Gudower, die es möglich machen, dass sich Fremde in Deutschland willkommen fühlen."

"Manche Menschen in Deutschland zeigen heftige Widerstände gegenüber Migranten. Mit dem prämierten Projekt werden Wege aufgezeigt, die Vorurteile und das Unwissen, die oft hinter solchen Widerständen liegen, aufzuarbeiten", würdigt Caritas-Präsident Peter Neher in seiner Laudatio. "So wurde die Öffentlichkeit durch das Projekt darauf aufmerksam, dass für Asylbewerber keine Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanziert werden.
Das hat dazu geführt, dass inzwischen Teile der Bevölkerung die Sprachkurse finanziell unterstützen."

Der Sozialpreis „innovatio“ wird in diesem Jahr zum neunten Mal verliehen. Die zehn besten Projekte wurden zur Preisverleihung nach Berlin eingeladen. Bewerben konnten sich Projekte aus Diakonie und Caritas, die sich drängender sozialer Probleme annehmen und innovative Lösungen entwickelt haben. Schirmherren sind die Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes und der Diakonie Deutschland, Dr. Peter Neher und Johannes Stockmeier.
Das Preisgeld von insgesamt 22.000,00 Euro, das für den ersten Preis mit 13.000 Euro dotiert ist, wird durch die Versicherer im Raum der Kirchen, Bruderhilfe - Pax - Familienfürsorge, gestiftet. Gefördert wird der „innovatio“ durch das evangelische Magazin „chrismon“ und die Bank im Bistum Essen. Für den Sozialpreis „innovatio 2013“ hatten sich 177 Projekte aus ganz Deutschland beworben.



v.l.n.r.:
Dr. Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes
Diana Bauder, Migrationssozialberaterin DW
Esmat Shirazi, Projektleiterin DW
Heiko Steiner, Geschäftsführer Diakonisches Werk Herzogtum Lauenburg (DW)
Maria Loheide, Vorstand Diakonie Deutschland
Jürgen Mathuis, Vorstandssprecher Versicherer im Raum der Kirchen


 

Integrationspreis SH 2013
Innovatio Sozialpreis 2013

 
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